Etwa zweieinhalb Kilometer von der Gedenkstätte Lieberose in Jamlitz entfernt an der Bundesstraße 320 Richtung Guben befindet sich linkerhand ein 2009 angelegter Jüdischer Friedhof. Nachdem in der ehemaligen Staakower Kiesgrube bereits 1958 die sterblichen Überreste von zwölf KZ-Opfern entdeckt worden waren, wurde 1971 ein Massengrab mit den Gebeinen von 577 meist jüdischen Opfern des KZ-Außenlager Lieberose gefunden, die bei dem Massaker der SS bei der Auflösung des Lagers Anfang Februar 1945 erschossen worden waren. Unter Missachtung der jüdischen Bestattungsriten wurden die sterblichen Überreste exhumiert und kremiert.
Bei den Recherchen nach einem weiteren Massengrab stellte sich rund 40 Jahre später heraus, dass sterbliche Überreste vor Ort verblieben sind. Da es sich daher nach jüdischem Verständnis um eine Grabstätte handelt, wurde der Bereich des Massengrabes von der Gemeinde Schenkendöbern mit Mitteln der Landesregierung Brandenburg würdig gestaltet und mit zwei Informationstafeln versehen. Im Rahmen der Einweihungszeremonie wurden im Juni 2009 sterbliche Überreste beigesetzt, die 1971 von der Staatssicherheit der DDR im Rahmen ihrer Ermittlungen zusammen mit anderen Fundstücken geborgen und eingelagert worden waren.
Mahnmal KZ-Außenlager Lieberose
Waldfriedhof – Gedenkstätte für die Opfer des sowjetischen Speziallagers
