Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Gedenkstätte Lieberose in Jamlitz

Das Farbbfoto zeigt Häftlinge des KZ-Außenlagers Lieberose in gestreifter Kleidung, die einen Strommast eingegraben haben, sowie SS-Männer in Uniform. Das Foto, von dem hier ein Bildausschnitt zu sehen ist, wurde im August 1944 von einem SS-Mann aufgenommen.

Von 1943 bis 1945 mussten im Außenlager Lieberose des KZ Sachsenhausen mehr al 6000 überwiegend jüdische Häftlinge beim Aufbau des SS-Truppenübungsplatzes „Kurmark“ unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Bei einem Massaker ermordete die SS Anfang Februar 1945 mehr als 1300 Häftlinge. Das Lager ist der bedeutendste Tatort der Schoa im Raum Berlin-Brandenburg.
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Die Zeichnung des Häftlings Helmuth Dommain zeigt das Lagertor des Speziallagers in Jamlitz. Ein geöffneter Torflügel, vor dem ein Wachmann steht, gibt den Blick in das Lagerinnere frei. Über dem Tor ist ein Sowjetstern angebracht.

Von September 1945 bis Februar 1947 nutzte die sowjetische Besatzungsmacht die Baracken des ehemaligen KZ-Außenlagers für das Speziallager Nr.6. Unter den rund 10 300 Häftlingen befanden sich vor allem untere Funktionäre der NSDAP und anderer NS-Organisationen. Nachweislich 3258 Inhaftierte starben an Hunger und Krankheiten.
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Zu sehen ist das DDR-Mahnmal in Lieberose: Drei Stufen führen auf ein Podest, im Hintergrund ist ein Betonwand mit einem Dreiecksmuster, links befindet sich ein großes rotes Dreieck, rechts die Inschrift "Ehrendes Gedenken den Opfern des Faschismus, die im Nebenlager Lieberose des KZ Sachsenhausen von der SS ermordet wurden. 1943-1945"

Die Baracken wurden bis 1950 abgerissen. Auf dem ehemaligen Lagergelände entstand eine Siedlung mit Einfamilienhäusern. Nach dem Fund eines Massengrabes mit KZ-Opfern errichtet die DDR 1973 abseits vom historischen Ort in der Stadt Lieberose ein Mahnmal.
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Nach der Friedlichen Revolution in der DDR konnte erstmals öffentlich an das sowjetische Speziallager erinnert werden. 2003 wurden am historischen Ort zwei Freiluft-Ausstellungen eröffnet, die die Geschichte des KZ-Außenlagers und des Speziallagers mit Texten und Abbildungen dokumentieren.
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2023 wurde die Gedenkstätte Lieberose in Jamlitz Teil der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Bis 2029 soll sie zu einer voll funktionsfähigen Gedenkstätte ausgebaut werden.
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  • 1943-1945 KZ-Außenlager Lieberose
  • 1945-1947 Sowjetisches Speziallager Nr. 6
  • 1954-1990 Erinnern und Gedenken in der DDR
  • 1990-2023 Erinnern und Gedenken am historischen Ort
  • seit 2023 Gedenkstätte Lieberose in Jamlitz

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