Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Gedenkstätte Lieberose in Jamlitz

Ausstellungen

 

Am historischen Ort, wo lediglich Kellerreste eines KZ-Gebäudes mit unbekannter funktion erhalten sind, erzählen zwei Freiluft-Ausstellungen anhand von Texten und Abbildungen die Geschichte der beiden Lagerphasen.

Auf 16 Glasstelen wird über Einrichtung und Ausbau des KZ-Außenlagers Lieberose, die unmenschlichen Lebensbedingungen, die Täter und die Auflösung des Lagers sowie über den Kontext des Holocaust informiert. Außerdem werden die Biografien von vier Häftlingen vorgestellt: Hugo Grün (ungarischer Jude), Viktor Braschnikow (sowjetischer Kriegsgefangener), Dr. Salomon Hans Landshut (deutscher Jude) und Janek Kurz (polnischer Jude). 
Entlang eines Verbindungssteges zum Gedenkort widmen sich weitere Stelen dem SS-Massaker an 1342 kranken Häftlingen vom Februar 1945. Der Gedenkort markiert den archäologisch nachgewiesenen Grundriss der Häftlingsbaracke 15, der durch einen Weg eingefasst wird. Informationsträger mit Zitaten von Augenzeugen und Tatbeteiligten, von Angehörigen und Bekannten der Opfer zeugen vom Massaker von Februar 1945.

 

 

Auf der anderen Seite des Kiefernweges befindet sich die Ausstellung zur Geschichte des sowjetischen Speziallagers Nr. 6. Auf elf Glasstelen informiert sie über das Kriegsende 1945, die Entstehung des Lagersystems in der Sowjetischen Besatzungszone, die Einrichtung des Lagers in Jamlitz, die Haftbedingungen, die Inhaftierten sowie über die Nachgeschichte. Die Biografien von vier Inhaftierten werden vorgestellt: Günter Kossatz, Justus Delbrück, Gustav Gründgens und Gertrud Lehmann- Wildschütz.

Die 2003 errichteten Ausstellungen wurde von den Architekten Frank Lohrberg und Martin Bennis (Berlin) entworfen und von Berthold Weidner (Stuttgart) grafisch gestaltet.

 

Weitere Gedenkorte